14. Juli 2008

Eindruecke

1. Alle Mexikaner sind dick und haesslich, ausser die, mit denen ich zusammen unterwegs bin, die sehen alle gut aus. Thomas sagt, das liegt daran, dass Menschen mit aehnlichen Gesichtszuegen sich anziehend finden. Ok.

2. Auf der Strasse ist Alkohol trinken verboten. Auch kann man Sonntags nach 5 und sonst nach 22 Uhr keinen Alkohol mehr in den Laeden kaufen. Man muss dann halt seinen Dealer kennen. Das fuehrt natuerlich dazu, dass man das Verbot umgeht, und Bier aus Plastikbechern trinkt, ausserdem bringt es einen um den Genuss, mit einer Flasch Rotwein am Zocalo zu sitzen. Aber es hat den ungemeinen Vorteil, dass man eben nicht auf der Strasse trinken darf. Also keine groelenden Fussballfans zum Beispiel. Ich glaub, die Vorteile ueberwiegen.

3. Der Machismo. Der Mexikaner an sich ist ja Macho. Das aeussert sich darin, dass er allen Frauen, bevorzugt blonden (oder rotgefaerbten) Touristinnen nicht nur hinterherpfeift, sondern auch laueft. Zu sagen, nein, kein Interesse hilft nicht, man muss weggegehen, alles andere zaehlt irgendwie nicht.
Ein Beispiel: Vorhin auf der Weg zum Bus latschte mich einer an (er war vielleicht 19...), er haette mich grad auf dem Zocalo gesehen, ob er mich mal in den Arm nehemn duefrte. - Aeh nein...?¿ - Aber du gefaellst mir! - [¿Ist das ein Grund oder wie?] Ja, aber nein. - Darf ich dir einen Kuss geben [klar, umarmen nicht, aber kuessen tu ich dich doch gerne...] - aeh, nein! - Aber bin ich denn so haesslich? - Ist das vll der einzige Hinderungsgrund oder wie oder wat oder wer?¿!¡

4. Wechselgeld. Der gemeine Inhaber eines (kleinen) Ladens hier hat kein Wechselgeld. Sprich, wenn ich fuer 20 Pesos (1,5 Euro) was einkaufen will hab ich gefaelligst auch 20 Pesos klein, sonst kann er mir nicht rausgeben.
Bin ich die einzige, die da was kauft??

5. Ride. In unserem Reisefuehrer steht, in Mexiko sei trampen verboten, und deswegen wuerde einen auch keiner mitnehmen. Der Autor muss wohl im anderen Mexiko gewesen sein. Es geht problemlos, wenn man nicht grade 5 Leute und 3 Trommeln ist. Und es gibt nichts was geiler ist als hinten auf einem PickUp zu sitzen, mit der Sonne auf dem Haupt und dem Wind im Gesicht (und einem schoenen Mexikaner im Arm)!

6. Trommeln im Bus. Geht bei uns nicht, oder? Man kann nicht einfach einsteigen und sagen, Guten Tag liebe MitfahrerInnen, wir sind musicos viajeros, trommeln, und hinterher rumgehen und Geld einsammeln. Oder? Was passiert wenn mans trotzdem macht? Wird man rausgeworfen?

7. Haengematte. Warum schlafen wir da eigentlich nicht drin? Und warum gibts in unseren Haeusern keine Haengemattenhaken an der Wand?

8. Curva peligrosa. Gefaehrliche Kurve, klar. Aber - auf polnisch heisst curva Nutte.
Hoehoe.

9. Brot. Gibts hier nicht, dass wisst ihr wahrscheinlich alle, aber ich sags trotzdem, weil es eine der Sachen ist, auf die ich mich RICHTIG freue. Brot mit Koernern und ohne Zucker und mit leckeren Sachen drauf, wie LEBERWURST oder SCHIMMELKAESE.

10. Anstehen. Koennen die hier gut. An der Bushaltestelle ist eine Schlange, und wenn der Bus kommt steigen alle der Reihe nach ein, und wer als letztes kommt steht halt. Da koennen sich die Deutschen mal was abgucken!

11. Realitaet. Herrscht im Fernsehen nicht. Die Menschen die man da sieht, ob Moderatoren oder Schauspieler, sind allesamt Creolen, und die einzigen Morenos, die man sieht arbeiten auf dem Feld oder sind Zaptisten auf einer Demo.

12. Poner. Heisst soviel wie put auf englisch, setzen, stellen, legen. Was praktisch ist, denn so spart man sich eine Menge Vokabeln. Poner la hamaca (die Haengematte aufhaengen) - poner algo en la bolsa (etwas in die Tasche tun) - poner una caguama (eine Flasche Bier bezahlen) - eso me pone triste (das macht mich traurig).

a continuar... (für Nora: to be continued ;-P )

1 Kommentar:

nora hat gesagt…

vielen dank für die übersetzung, da macht das lesen gleich viel mehr spaß :) feine eindrücke...so ein liste werde ich bei zeiten auch mal zusammenstellen ;)
pusspuss