18. Februar 2010

Going on....

So, kaum ist ein Monat vergangen, schon bin ich am zweiten Platz meiner Reise angelangt...
Und gelernt hab ich immer noch nichts - diesmal ist das Internet recht schnell, alles schick, aber die Batterie der Kamera ist leer... f***
Nun, dann gibbet erstmal alte Bilder, die hats noch geschafft. Neue dann spaeter, dann mach ich auch noch ein paar von hier.

Zuerst der entspannte Beginn eines neuen Tages:


... den Karnevalsumzug haben wir verpasst, Kuenstler brauchen eben laenger, um sich anzuglitzern... aber gelohnt hat sichs doch, oder?!



Das ist Arambol von oben. Lustigerweise sieht man links im Bild nur Palmen, dazwischen versteckt ist der ganze verrueckte Haufen Shops, Hippies, Hostels...


Auf dem Weg zum Nachtmarkt laufen auch schon mal Kuehe auf der Strasse rum, wie eigentlich ueberall...


Da isser, der Markt, schoen bunt und voll....




Einer der letzten Tage im Magic Park, das Lenii lernt, wie man durch einen Hoop steigt. Elegant, oder? Ausserdem hat es eine schicke neue Hose an. Ju sii it? Neiss?



Der letzte Abend am Strand, Doppeljonglage. Erst kommt das Poi-Face, schuldigung, das Juggle-Face, danach nochmal in nett, wie se so sind, die zwei. Rechts im Bild Monika und links Elise (sprich: Aliis), mit der ich jetze auch hier bin.



Jetzt geh ich mal raus, hole meinen Hoop und uebe ein bisschen durchsteigen ;) Und dann Hippiesingen am Strand, fast wie immer, und dann ESSEN!!!

Wuuhuuu, ich seh grad, dass die letzten Bilder doch fast alle hochgeladen wurden. Also gibts noch 3 mehr (es sei denn, Picasa kommt mal ausm Quark), yippieeh... oder auch nicht. Internet ist mal wieder abgekackt. Wenn ihr das jetzt lest hats am Ende doch funktioniert...

Also hier.
Letzter Sonnenuntergang in Arambol, buuaahh...


Dann aufm Weg hierher, im Zug, das ist eine Art zu reisen, sag ich euch...



... und nein, ich will dazu keine besorgten Kommentare hoeren ;-P

6. Februar 2010

India Basics

Guten Tag.


Ich dachte, vll sollte ich mal einen groben Ueberblick geben, wo wir hier eigentlich sind. Viele Dinge werden so schnell so selbstverstaendlich, dass man sie gar nicht mehr erwaehnt, und einfach so zur Kenntnis nimmt.
Da waere zum Beispiel der Muell. Der liegt hier so rum, weil es keine Muellabfuhr gibt. Also, er liegt nicht ueberall, sondern mehr oder weniger geordnet in Haufen neben der Strasse oder in Hinterhoefen oder zwischen den Palmen. Und wenn genug da ist wird er verbrannt. Immer stinkts irgendwo nach Feuer... Jetzt wenigstens nicht mehr in unser Zimmer rein.
Dann als zweites die Kuehe. Die laufen mehr oder weniger heilig ueberall rum, mitten auf der Strasse, am Strand, ueberall halt.
Dann gibts auch Muell in Kombination mit Kuehen. Die fressen den naemlich. Heute morgen hab ich ganz entruestet erzaehlt, dass ich eine Kuh gesehen haette die Papier gefressen hat, da bekam ich nur die lockere Antwort, ach, ich hab die auch schon Plastik fressen sehen...
Im Moment sind wir in einem ziemlichen Touri-ort. Mehr Weisse als Inder, alle leicht bekleidet. Also die Weissen... Viele In-Restaurants, recht teuer fuer Indien, westliches Essen, Alkohol.
Wir sind direkt am Strand, ueberall wachsen Kokosnusspalmen, die Kokosnuesse kann man dann direkt darunter kaufen. Mangobaeume gibts auch, aber die Mangos werden erst im April reif, Mist, die, die man hier beim Haendler kaufen kann, schmecker eher so mittel.
Wenn es nicht nach Muell stinkt, riechts nach Raeucherstaebchen, das ist angenehmer. Viele Haeuser haben ihren Privataltar vor dem Haus und haengen da Blumen drum und stecken Raeucherstaebchen rein.
Und wenns weder nach Muell, noch nach Raeucherstaebchen riecht, dann ist man entweder am Strand, oder jemand kifft in der Naehe. Und das ohne Ende. Man ist schon breit, wenn man nur abends im Cafe sitzt...
Change. Es scheint hier entweder niemand je mit Kleingeld zu bezahlen, oder es gibt in jedem Restaurant einen Geist, der kleine Scheine frisst. Auf jeden Fall hat so gut wie nie jemand Wechselgeld. Und ich bezahle normalerweise nicht mit 1000er Scheinen. Selbst das Bezahlen von 25 Rupie fuer einen Kaffee mit einem Hunderter kann schon mal schwierig werden...
Ausserdem dauert das Essen immer ewig. Selbst ein Bier, was man ja nur aus dem Kuehlschrank nehmen muss braucht mitunter 10 Minuten.


Im Moment bin ich allein in Arambol, weil Josh einen Auftritt hat. Da stellt man sich jetzt relativ einfach vor. Er faehrt da hin, performt, kommt wieder. Denkste. Wir sind ja schliesslich in Indien.
Aber ich fang mal vorne an. Vor etwa 2 Wochen bekamen wir einen Anruf von Gordns Agenten, Yogi, er suche einen Performer fuer einen Auftritt in der Naehe von Chennai. Da er einen Professional suchte, der ausserdem Stab spielen kann sollte Josh das machen. Als er das zusagte vergingen die naechsten zwei Tage mit viel Stress, da Yogi den Flug dorthin buchen wollte. Man koennte nun als Agent sagen, hoer mal zu, ich muss den Flug buchen, schick mir bitte eine Pass- und eine Visakopie an folgende Adresse... Nein, alles der Reihe nach. Shanti shanti. Erste Sms, bitte schick uns deinen vollen Namen. Bitte sehr, da waren wir grad auf der Convnetion, ohne Handyempfang, das dauerte ein bisschen mit dem Versenden, und wurde auch abend, bis die zweite message kam, ach ja, dein Geburtsdatum brauchen wir auch. Ja, klar. Dann kam eine Message, dass sie Pass und Visakopie brauchen. Natuerlich per email. Also ist Josh losgerannt um ein Internetcafe mit Scanner zu finden, das war netterweise relativ einfach. Dann vergingen ein paar Tage ohne gar nichts. Letzten Dienstag oder Mittwoch bekam er dann eine mail, dass der Auftritt auf einer Insel zwischen hier und Thailand sei, in Port Blair. Die Andamanen. Und dass er nicht am 6. da hinfliegen sollte, wie vorher angekuendigt, sondern schon am 5. Also 2 Tage spaeter. Stress stress, Sachen packen, ueberlegen, feines Hemd besorgen. Lange Gespraeche mit Yogi, mehrmalige Versuche, rauszukriegen, wann und wo es denn nun eigentlich losgeht. Am Ende sollte er dann um halb 4 abgeholt werden. Mit dem Taxi... Wow... Um 3 klingelte das Telefon, ich bin schon da, rief der Igel. Hallo?? Zu frueh?? Kann nicht sein. Nun gut, im Endeffekt gings auch erst gegen halb 4 los, das Taxi hatte naemlich einen Platten... 4 Taxis und drei Fluege spaeter (ueber Bombay und Chennai) erreicht der VIP sein Ziel... Eben bekam ich einen Anruf, dass er gleich 2 Auftritte spielen kann. Heute und morgen. Man darf gespannt sein.
Grosse Differenz: Yogi denkt, es ist doch alles super, ich trage dir deinen Arsch hinterher, organisiere alles, zahle Flug, Unterkunft, Verpflegung, du musst dich um nichts kuemmern. Josh denkt: Ich moechte wissen, wann mein Flieger geht, in welchem Hotel ich schlafe, fuer wen ich auftrete und wann. Bitte gib mir meine Muendigkeit zurueck...!

Das war der erste Streich... Der zweite folgt, wenn der Mann zurueck ist. Wann auch immer das sein mag... :)

Noch ein paar Bilder:
Gestern beim Essen stiessen wir auf eine nette Farbkombi.

Man muss auch schon ein bisschen akklimatisiert sein, verdauungstechnisch, bis man sich auf sowas einlassen sollte.

Das unten drunter ist ein Tandoori-ofen. Da werden zahlreiche Dinge, wie zum Beispiel die Viecher oben drueber, drin gegrillt, ausserdem leckeres Brot, welches von innen an die Wand geklatscht wird.

Davor war ich mit Nathalie auf einem Markt, wir fuehlten uns ein bisschen auf die Fusion versetzt oder auf eine Mini-Goa-Party:




Und zur Frage, wo wir denn nun eigentlich sind - hier:
Ich stehe am selben Fleck und drehe mich einmal nach rechts, da ist das Hostel, schoen rosa mit blauem Dach, und dann nach links, zur Fruehstuecksbar...

3. Februar 2010

Endlich der Banyan

Ein toller Baum, da gibts natuerlich Affen...









auch Affen, die Joga koennen, wir sind schliesslich in Goa...






Crazy Juggling People all around, da musste das Baum-Potential genutzt werden...




Was sie da machen?


Sie haengen ein Vertikaltuch auf:


...an dem man mehr oder weniger elegant rumturnen kann






Na, beeindruckt? - Vom Baum, nicht von den tollen Artisten....

Gimp portable rettet mein Leben :)

Vor ein paar Tagen haben wir eine kleine Wanderung gemacht, raus aus der Stadt, zu einem anderen Banyan-Baum und fanden uns am Ende auf einer Hochebene, wo wir endlich mal Weite und Stille geniessen konnten....

Dies wuchs da. Cachews....


Das lief da so rum:


Hunde gibts hier ueberall. Staendig hat man welche um sich rum, die sich auch ab und an entschliessen, persoenliche Begleitung zu sein. Das dann so lange, bis ein anderer Hund kommt, der dann doch interessanter ist, als die Menschen, die eh nicht mit einem spielen...



Total tolles GAR NICHTS:


Natuerlich mit anstaendigem Sonnenuntergang:


Spaeter in der Nacht war auch noch Vollmond.


Dann waren wir noch auf einem Markt, Gruppenbild natuerlich mit Kuh, wie sich das gehoert...


Neues Showaccessoire (fuer den Herrn...)


Auf dem Weg haben wir Ganesh getroffen...


...der hat uns auch den Weg erklaert...


Zum Abschluss noch ein Bildchen fuer den Schwager:


Ach ja, und unser Zimmerausblick, nachdem wir endlich vom schreienden Baby und den feiernden Russen weggezogen sind... Ja, das, was man ganz hinten sieht, ist das Meer. Und ja, man hoert es auch nachts rauschen...

27. Januar 2010

This parrot is dead!!!

WIE GEHT SOWAS????



Das Banjan-Wunder

So, die Injuco ist vorbei, die Leute sind noch da, so dass immer noch viel passiert, wir nicht wirklich zur Ruhe kommen, was aber dringend mal noetig ist. Die Tage werde ich mich um ein Haus kuemmern, also ein Zimmer mit eigenem Bad und Kochmoeglichkeit, was im Endeffekt sogar billiger ist als ein Zimmer im Hostel...

Bisschen Neid noch:


Hier noch 2 letzte Eindruecke von der Injuco, die erste ist eher in-, die andere eher extrovertiert - die hat die Gala-Show eroeffnet und ist 11...





Gestern waren wir an einem der beeindruckensten Baeume, die ich je gesehen hab. Ein Banjanbaum. Papa und ich haben so einen schon mal in Teneriffa im Botanischen Garten gesehen, sorry, der war albern gegen den gestern. Unglaublich beeindruckend, riesig, ein lebendiges Wesen, 2000 Jahre alt, ohne Anfang und Ende, bekletterbar bis uns die Arme weh taten, voller Leben, Energie und Feuer.
Und untendrunter und innendrin - 20 Crazy Juggling People :-D

Davon erstmal nur ein Bild, sonst sterbe ich vor Langeweile, waehrend der Rechner hochlaed...

23. Januar 2010

Fotoupdate



aufs bild klicken und versuchen ins album zu kommen. wenn nicht - unten auf den albumlink klicken :)

Bilder...

Es ist ein Sch*** mit dem Hochladen, deswegen gibts nur den Albumlink....

Indien2010-starting

16. Januar 2010

Trip

Hey yo, hell, what a trip.
Heute haben wir festgestellt, dass wir erst 4 naechte hier geschlafen haben, die sich anfuehlen wir 10....
Aber von vorne.
Der trip begann am 11., Sonntag, morgens um halb 5. Da hat mein Wecker geklingelt. Dann um halb 6 in den Zug nach Hannover, 3 mal umsteigen, hoffen, dass alles puenktlich ist. Fuer den Fall das ja schon mal die Familie an den Bahnhof bestellt. Alle waren se da, der Zug war naemlich doch puenktlich. Josh kam dann auch, Hanna sagt, er machte den Eindruck, als sei er etwas ueberfordert gewesen - kein Wunder, family overdose.... Dann weiter nach Frankfurt, dort auch puentklich angekommen... Dann noch 2 Stunden im Flugzeug gesessen, Fluegel enteisen. Dann 6 Stunden fliegen, nicht wirklich schlafen. Im Oman sind wir umgestiegen, zwischendurch noch einen Kaffee getrunken fuer Muenzen fuer den Schwagerschwiegervater, dann weiter nach Bombay.
Laut, warm, Smog, unglaublich viele Leute, 16:00> Unser Bus nach Goa fuhr um 20:00h. also erstmal die Haltestelle finden, ging ganz gut, dann noch ein bisschen auf einer Art Wiese sitzen, trockenes Gras mit Muell. Dann der Bus - wir hinten quer, 2 Betten, 50cm breit, 1,70 lang, aber nebeneinander, so dass wir doch zusammen 1m schlafplatz hatten. Ach ja, und gefuehlte 50cm bis zur Busdecke, also nix mit Aufsetzen. Liegen, schwitzen, rumrollen, fast aus der Luke rollen, nicht wirklich rausgucken koennen, nicht schlafen koennen... 12 Stunden und 2 Pipipausen spaeter dann Ankunft in Mapusa. "Taxitaxitaxi???" NEEEEIIINNNN!!! Erst mal aussteigen, Linsen rein, Wasser kaufne. Dann Taxi. Ankunft in Mandrem, finden des Hostels, Lagern der Sachen. Kaffee, Porridge, baden. Dann Bezug der Huette. SCHLAFEN. 4 Stunden. Dann wieder raus, baden, essen, um 10 ins Bett, schlafen. Aufwachen. Am naechsten Tag um 16:30. Herzlich willkommen, Mother India welcomes you...
Jetzt sind wir so mittel akklimatisiert, morgen ziehen wir um, naeher an die Stadt, leider dafuer weg von der injuco, aber viel billiger, und dann mieten wir einen Roller. Hell of everything - Linksverkehr.... Shiva steh uns bei....

Jetzt irgendwann kommt Annika an. Grad hab ich ne indische Handykarte gekauft, und warte, dass sie anruft und dann vor mir steht. Wie freakig.... ich hab schon 4 Leute hier getroffen, die ich kenne, schon seltsam. Und auf der Injuco kommen sicher noch welche dazu....

Jetzt werd ich mal raus, der Schweiss ist getrocknet, und endlich mal einen Kaffee trinken und was essen.

Die indische Nummer wird auf Anfrage per mail versandt :)

Ach ja, und Fotos dann spaeter.... da muss ich mich erst einfuchsen....

5. Januar 2010

Ist es eine Kamera?

Ist es ein Fotoapparat???

... nein.... es ist

ein Siebenachzigmillioneneinstellungenundichblicknichtmehrdurchbildermachgerät....


ohne Blitz


mit tollem Blitz


auch mit tollem Blitz


ja, auch im Baumarkt schneit es mal...

es grüßt

ihr freundliches Arbeitsamt

ach ja, und die Ausbeute am Neujahrstag :)

4. Dezember 2009

sometimes you just have to post what someone else had written

[mail to Annika, who is in Pakistan at the moment, facing the situation there and find herself in the situation to handle it... - Just read and listen to your heart... - the text fits for several situations which you think you won't be able to handle it...]

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Hey,

Have been thinking about you since we spoke. I know you're facing some hard choices at the moment. My normal advice for most travelling is that most threats and journeys in dangerous places are not as great as they seem with a sensible attitude and careful preparation.

But sometimes like yourself you find yourself in a changing situation with a specific threat. Chances are things WILL be fine for you, but I think in this case we are all too far away to really understand the nature of this threat. However you are still close in the hearts of all your friends and I will support whatever choice you make. I wish you wisdom to deal with fear without undue haste or stubboness.

I wish for you most of all that your dreams come true, and if some are not in reach straight away that you may let them fly knowing that they may return later and in the mean time other dreams may come.

I get down sometimes that not all my dreams came true, or the ones I am living are not being realised as quickly as I would like. But then I remember that we are blessed, you and I . In our lives we have both chased some of our biggest dreams and seen them come true. So many people dare not even imagine that their smallest dreams might one day come true.

So this dream that you are lucky to live has now a life of it's own that is in some part out of your control because you have been brave enough to give it life. For the part of this dream that is still in your hand do not strangle it by grasping to hard, or poison it with undue fear. It's up to you to find the hidden joy and lessons it is trying to bring you in return for the life you gave it.

And finally I ask you, when you spot that I am loosing the sense of my own dreams please give my ass a gentle kick and shine a little light in my direction.