So, hier nun noch mal ein abschließender Bericht.
Angefangen mit dem letzten Abend in McLeod, bzw. Bhagsu. Gegenüber vom WelcomeCafe, in dem wir schon beim Streichen geholfen hatten, ist ein Riesenstein am Berghang, auf dem wir schon Feuerspielen wollten, als wir ihn das erste Mal gesehen haben. Am letzten Abend haben wir es denn dann auch noch hingekriegt - und den Koch erfreut, der so etwas zum ersten Mal in seinem Leben gesehen hat. Das hat die ursprüngliche Intention - dem Cafe ein wenig Feuerspirit dazulassen, natürlich noch übertroffen...
Der letzte Tag war dann Mittwoch, an dem wir nochmal ausführliche gefrühstückt haben, und dann mittags nach McLeod mit dem Taxi gefahren sind - nachdem ich mich entschlossen hatte, eine Rikscha auszugeben, um das Gepäck nicht schleppen zu müssen kam Ingvild, eine der Betreiberinnen des Welcomecafes, mit ihrem Hund den Weg lang, und wollte zum Tierarzt, mit ihr konnten wir dann umsonst mitfahren!
Nach einem letzten Süppchen und ein paar Momos sind wir dann noch Gebetsfahnen kaufen gewesen und dann zum Bus gelaufen.
Nun hat schon mal jeder im Bus hinten gesessen - damals in der Schule war das noch kuhl - nur die Coolen sitzen hinten im Bus... Wenn die Straße aber aussieht wie die Hauptstraße in Leveste, und jede 5 Meter eine Haarnadelkurve, dazu einen Busfahrer, der den Führerschein im Lotto gewonnen hat, dann möchte man nicht hinten sitzen.
Dies alles wissend haben wir einen anderen, teureren, Bus gebucht, da im billigen eben nur noch die besagten hinteren Plätze frei waren. Ja, aber ein Ticket zu haben, auf dem die Plätze 27 und 28 draufstehen berechtigt nicht, dort auch zu sitzen. Nach 20 Minuten Diskussion und am Ende Ignoriertwerden seitens des Buspersonals mussten wir dann doch hinten sitzen und dann auch noch feststellen, dass sich genau diese Sitze nicht nach hinten stellen lassen.
Die Nacht war also dementsprechend nicht so lustig. Geschlafen haben wir vielleicht 10 Minuten insgesamt...
Morgens sind wir dann angekommen in MajaKaTilla (oder so), dem tibetischen Viertel in Delhi, und haben dort erstmal gefühstückt und die ersten 2 Stunden des Tages rumgebracht, bis es einigermaßen belebt wurde draußen. Wir haben unsere Rucksäcke in einem Hostel gelassen und sind mit der Metro nach PaharGanj gefahren, dem Touriviertel, um noch einige Sachen einzukaufen. Also ich. Der Mann ist in den Park gefahren und in einen Tempel, und hat sich nochmal weihen lassen ;)
Leider wird die Hauptstraße dort grade umgebaut, was bedeutet, dass zu dem eh schon vorhandenen Chaos, Hitze (an die gefühlte 40 Grad) und Smog auch noch Massen an Staub gekommmen sind... Wir sind dann wieder zurück gefahren...
Abends hatten wir einen Flug nach Mumbai und wollten ein Taxi zum Flughafen nehmen. Zum nationalen Flughafen, direkt neben dem internationalen. Nun, nachdem wir etwa 1km gefahren waren wurden wir von der Polizei angehalten - unser Fahrer war zu schnell gefahren. Die Polizisten hat es Null interessiert, dass wir grad auf dem Weg zum Flughafen waren - muss sie ja auch nicht, aber als ich dann wagte, nachzufragen, ob es laenger dauern wuerde, so dass ich ein anderes Taxi anhalten müsse wurde ich angewiesen, mich doch bitte wieder ins Taxi zu setzen, sie waeren gleich fertig. Nun, "gleich" auf indisch muss ich nicht uebersetzen.... Irgendwann konnten wir dann weiterfahren, standen noch ein bisschen im Stau, und kamen irgendwann am Flughafen an. Am internationalen. Er meinte aber, das waere der richtige und wollte uns ausladen, Josh stieg aber aus und fragte einen dort rumstehenden Menschen in Uniform, der unserem Taxifahrer dann erklaerte, wie er uns zum richtigen Terminal fahren sollte.....
Shanti shanti, meine Lieben, man lernt auf jeden Fall Geduld...
4 Stunden später landeten wir dann auch wohlbehalten in Mumbai, 23 Uhr, die Frisur hält, der Schweiß tropft... Wir hatten uns das so gedacht, dass wir uns irgendwo in die Wartehalle legen und warten, bis es halb 5 wird, damit wir einchecken können. Leider durfte man erst 3 Stunden vor Abflug in den Flughafen... Es gäbe aber eine Wartehalle. Die war dann auch ganz ok, wir haben uns das weichste Stück Fußboden gesucht, den Kopf auf den Pass gebettet und 3 Stunden durchgeratzt.
Nach dem Einchecken konnten wir noch ein bisschen in der Wartehalle dösen, und dann gings auch schon los in den Oman, zum Zwischenaufenthalt. Es war 7 Uhr morgens und gab Essen an Bord. Lunch. Nun gut, warum auch nicht. Vielleicht war es auch omanisches Frühstück. Da wir 4 Stunden Aufenthalt hatten, haben wir dann von der Fluggesellschaft Frühstücksgutscheine bekommen, die wir in Pommes und Chickenwings umtauschen konnten. Buah... Eklig.
Danach haben wir uns wieder in die Wartehalle verzogen und nochmal 2 Stunden geruht, nachdem wir an einem Lerncomputer noch die Farben auf arabisch gelernt haben.
Im zweiten Teil des Fluges gabs dann wieder warmes Essen, und wieder die tollen Fernseh-Computer-Terminals. Also Glotze gucken. Endlich mal Avatar auf deutsch :-D
In Frankfurt angekommen bekamen wir den tollsten aller Empfänge von Petra - mit Flammkuchen und Met aus tollen Gläsern! Danke!!!
Jetzt sind wir wieder da. Haben noch einen Tag im schönen Taunus zugebracht, Idstein angeschaut, abends lecker gekocht und sind am Sonntag nach Leveste zu Hanna und Andreas gegurkt mit dem Zug. Montag waren wir dann im schönen Hannover, haben die Modelle im Rathaus und den schiefen Fahrstuhl besichtigt. Jetzt ist Josh in Bremen und ich bin gestern in Berlin angekommen, direkt ins Eb zum Poi-Training und dann nach Hause, wo Annika mir die Tuer aufmachte ;)
Jetzt wohne ich in einer Zweier-WG, und wir sind schon kraeftig am Planen und Werkeln.
Annika studiert ja noch, so dass ich in der nächsten Zeit auch mal wieder was fuer meinen Kopf (also innen) tun kann... :)
Welcome back!
14. April 2010
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1 Kommentar:
ja rischtisch - welcome back!gleichzeitig ist dann auch deine postkarte hier angekommen - freudefreude, sieht wunderschön aus dort...fast so schön wie hier ;) ja wenn du dich davon überzeugen willst bist du jederzeit herzlichst willkommen...bis mitte august sind wir denk ich hier...40° bietets hier nicht, staub auf der straße dafür jede menge (vom splitt)...dickste grüße
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